Polyamorie

ethische non-monogamie / ethical non-monogamy

“Sex ist Vorläufer des Paradieses” [Deutschland]

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Von Stefan Beig

Die deutsch-kurdische Feministin und Buchautorin Seyran Ates fordert heute eine sexuelle Revolution im Islam

Seyran Ates meint, der Islam bewerte Sexualität ursprünglich positiv.

Wegen ihres Buches “Der Islam braucht eine sexuelle Revolution” gab es Morddrohungen.

“Wiener Zeitung”: Ihr Buch geht häufig auf die islamischen Länder ein. Betrifft das Thema des Buchs auch die Muslime in Europa?

Seyran Ates: Das Thema betrifft Muslime in der ganzen Welt. Es geht um eine sexuelle Revolution, wie sie Christentum und Judentum durch die 68er und die Frauenbewegung erlebt haben. Die heutige Gesellschaft ist unter anderem auf diesen Veränderungen aufgebaut.

Den Begriff “sexuelle Revolution” hat der Psychoanalytiker Wilhelm Reich (1897 bis 1957) geprägt. Zu ihm kamen Menschen, die nur geheiratet hatten, um Sexualität zu praktizieren. Das gibt es heute auch bei Muslimen, die sich schnell scheiden lassen.

Sie verstehen die “sexuelle Revolution” im Sinne Wilhelm Reichs?

Wie Reich geht es auch mir nicht nur um den Geschlechtsakt, sondern um ein selbstbestimmtes Leben. Die sexuelle Revolution ist eine politische Bewegung, die auch das betrifft, was Religion von Menschen verlangt. Wie Christen und Juden fragen sich heute Muslime: Was darf mir der Imam aufzwingen? Ist mein Leben mit meiner Religion vereinbar? Kann ich vorehelichen Geschlechtsverkehr haben oder Homosexualität praktizieren und dennoch gläubig sein? Das sollen die Muslime selbst entscheiden.

Außerehelicher Geschlechtsverkehr und gelebte Homosexualität sind auch in den anderen monotheistischen Religionen verboten.

Ich werde nicht müde, alle drei monotheistischen Religionen zu bemühen. Aber innerhalb der beiden anderen Religionen hat es eine progressive Bewegung gegeben. Die Menschen dort wollen ihre Religion zeitgemäß leben, ohne sich von ihr zu verabschieden.

(…)

Wie stehen Sie zur Polygamie?

Sie ist nicht zeitgemäß. Frauen müssen gleichbehandelt werden. Die Gleichwertigkeit vor Gott reicht nicht. Ich kann sie auch als Juristin nicht akzeptieren – wegen der Rechte der Ehefrauen und der Machtstellung des Mannes.

Wiener Zeitung, 11 juni 2011

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Written by lovingmore

juni 14, 2011 bij 9:23 pm

Geplaatst in seksualiteit

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